Warum Diäten nicht funktionieren

Schwein 3Gestern hatte ich ein interessantes Gespräch mit einer anderen Coach, die Menschen im Bereich Ernährung coacht. Und die selber ihr ganzes Leben von einem schlanken Körper geträumt hat. Um nicht zu sagen, dies als allgemeine Zustandsbeschreibung für alle dicke Menschen beschrieb: „Das ist doch das Ziel aller dicken Menschen, irgendwann dann doch abzunehmen.“

Nein, nicht mein Modell von Welt. Und ich hab mich gefreut der erstaunten Kollegin mein Modell von Welt vorzustellen: Ich habe seit 25 Jahren keine Diät mehr gemacht. Ich kontrolliere nicht, was ich esse. Ich bemüh mich nur, möglichst viel Bio zu essen, mehr aus Verantwortung für die Tiere und die Umwelt und aus der Erfahrung, dass gerade Fleisch einfach deutlich besser schmeckt. Und ich esse gerne, was gut schmeckt! Keine Angst, ich bin seitdem nicht aus dem Leim gegangen.

Bei unserem Mittagessen habe ich viel erzählt zum Unsinn von Diäten und auch zu den Gefahren. Besonders zu den Krankheiten, die Diäten verursachen. Viele werden dem Übergewicht zugeschrieben, tauchen aber nicht in Kulturen auf, in denen ein dicker Körper okay ist. Vielleicht werden die Krankheiten gar nicht durch das Gewicht, sondern durch ständiges Auf und Ab sowie durch Selbsthass verursacht? Weil ich mir die Liste der Krankheiten immer nicht merken kann, die Diäten auslösen können, hier mal die Liste aus meinem Buch und ursprünglich zusammengestellt von NAAFA aus den USA.

Die Gefahren von Diäten

Der Gewichtsverlust durch eine Diät ist in den meisten Fällen nicht langfristig. Langfristig können aber die Schäden sein, die eine Diät dem Körper zufügt. Denn die weitverbreitete Annahme, der Körper würde bei verringerter Nahrungszufuhr Fett abbauen, ist falsch. Der Körper baut sich selbst ab. Bei radikalen Diäten können Muskeln, Knochen und sogar Organe abgebaut werden. Die Muskeln, die am meisten gefährdet sind, sind die Herzmuskeln. Das Risiko am Herz zu erkranken ist 70 Prozent höher, wenn das Gewicht stark schwankend ist. Unabhängig von der Höhe des Gewichts, des Blutdrucks, der Rauchgewohnheiten, des Cholesterinspiegels und der körperlichen Aktivitäten.[1]

Hoher Blutdruck ist ein weiterer Nebeneffekt bei Diäten, verursacht durch hohen physischen und psychischen Stress. Der ernährungsbedingte Stress kann auch zu einem elektrolytischen Ungleichgewicht führen, das heißt im Blut befindet sich eine sehr geringe Menge an Kalium, welches zum Herzinfarkt führen kann. Und wenn der Körper zuletzt doch Fett abbaut, dann schwimmt dieses zunächst im Blut, was für längere Zeit eine dramatische Verschlechterung der Lipidwerte zur Folge hat mit dem Risiko eines Herzinfarktes. Studien darüber werden der Öffentlichkeit vorenthalten.  

Ein direkter Zusammenhang zwischen Diäten und Osteoporose konnte auch nachgewiesen werden. Osteoporose ist eine tödliche Krankheit, die aufgrund eines Kalziummangels zum Knochenabbau, bzw. zu stark zerbrechlichen Knochen, führt. Schon ein fünf monatiges Diätprogramm kann zu einem signifikanten Knochenverlust führen.

Die Liste der Krankheiten, die mit Diäten verbunden werden, ist lang und wird mit jedem Tag ein bißchen länger. Es weisen immer mehr Studien nach, dass unsere „Kuren” uns umbringen. Die Krankheitsliste enthält beispielsweise: Angstzustände, Depressionen, Lethargie, verringertes Selbstbewußtsein, verminderte Aufnahmefähigkeit, Schwächeanfälle, hoher Blutdruck, Haarverlust, Gallenblasenkrankheiten, Gallensteine, Herzinfarkte, Verstopfung, Anämie, trockene Haut, Schwindelanfälle, vermindertes Sexualbedürfnis, Menstruationsunregelmäßigkeiten, Unfruchtbarkeit, Nierensteine, Taubheit in den Beinen, Geschwüre, Gewichtszunahme, Eßstörungen, verringerte Abwehrkräfte, Gicht, verringerte Bewegungstoleranz, elektrolytisches Ungleichgewicht, Knochenverlust, Osteoporose und Tod.[2] 



[1] Framingham Studie, veröffentlicht  im „New England Journal of Medicine“, 1991

[2] Dwan Atkins „Weight Loss, Fact and Fiction“ von NAAFA, USA

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