Denk dich schlank!

Diese Überschrift mag viele überraschen, dennoch will ich hier aus einem Coachingprozess einige Erfahrungen weitergeben, die vielleicht auch dir Anregungen für eine lebendige Lebensgestaltung gegeben.

IMG_4575Zum Coaching war Simone erschienen, eine durchaus dicke Frau, die lernen wollte, sich mehr zu akzeptieren. Im Laufe der Arbeit wurde deutlich, dass sie sich in vielen Situationen als durchaus dicke Frau wahrnahm. Ich fragte sie, wie sich in ihrem Leben der Gedanke daran, eine dicke Frau zu sein, praktisch festmachte. Zunächst kamen viele körperliche Einschränkungen.

„Ich bin dick, deshalb kann ich nicht!“

Simone: „Weil ich dick bin, habe ich immer mehr Schwierigkeiten, Treppen zu steigen oder einen Hang hinaufzugehen. Ich schnaufe wie eine Lokomotive und muss ganz oft Pausen machen. Mein Mann ist immer sehr rücksichtsvoll und trägt meine Taschen und macht mit mir Pausen. Aber ich fühle mich in solchen Situationen immer sehr alt und finde es furchtbar dick zu sein.“

In diesen Angaben sind sehr viele Programmierungen des Unterbewusstseins, die auf die körperliche Verfassung von Simone wirken. Wir sind was wir denken und an was wir glauben. Simone glaubt daran, nicht beweglich zu sein, keine Treppen und Berge hinaufsteigen zu können. Dieser Glaube wird noch durch ihren Mann unterstützt.

In unserer Arbeit habe ich Simone unterstützt, andere Dinge von sich selbst zu glauben. Um sie von der Wirksamkeit zu überzeugen, brauchte es etwas Arbeit in Trance – aber an sich kannst du dies auch ganz alleine umsetzen. So wie Menschen es geschafft haben, mit ihrem Glauben Krankheiten zu heilen, so kannst du mit deinem Glauben Beweglichkeit und neue Lebensqualität in dein Leben bringen. Der Gedanke, dick zu sein, ist meist mit weiteren bewussten und unbewussten Assoziationen verknüpft, die wahlweise heißen nicht hübsch zu sein, nicht beweglich zu sein, schmerzende Gelenke oder Rückenschmerzen zu haben oder möglicherweise auch dümmer als andere zu sein. Aber nicht alle dicke Menschen sind dumm, sie sind auch nicht alle hässlich und haben auch nicht alle Rückenschmerzen. Aber wenn du deinem Unterbewusstsein laufend sagst, dass dies die Folgen sind – und dies möglicherweise nur durch eine Verknüpfung mit dem Gedanken dick zu sein, tust, dann ist dies nicht förderlich. Dann machen ein paar „schlanke“ Gedanken für dein Unterbewusstsein mehr Sinn.

Arbeiten mit neuen Glaubenssätzen

Bei Simone war dies der neue Glaubenssatz: „Ich bin ausreichend schlank, um Treppen ohne Schwierigkeiten steigen zu können und Hänge auch mit Taschen gut zu bewältigen. Ich habe genug Atem und mein Herz ist in der Lage, diese Anstrengung gut auszuhalten.“ Wir vereinbarten, dass sie sich diesen Satz täglich einige Male sagen sollte und natürlich jedes Mal vor und während einer entsprechenden Tätigkeit. Simone brauchte allerdings etwas Geduld, bis dieser Satz bei ihr im Gehirn auch wirklich glaubhaft angekommen war. So wie wir anderen nicht förderliche Gedanken über Jahre eintrainiert haben, so braucht es auch eine Zeit bis die neuen Gedanken wirken. Zwei Wochen später, war sie eher frustriert und von der Wirkung dieser Sätze nicht überzeugt. Gemeinsam konnten wir das Vertrauen und den Glauben an die Wirkung der Sätze nochmals auffrischen. Nach vier Wochen trat die Wirkung in die richtige Richtung ein. Bei diesem  nächsten Treffen berichtete sie, dass Treppen steigen besser ging. Sie hatte auch ihren Mann gebeten, das Thema nicht mehr anzuschneiden. Er fand das zwar etwas komisch, ließ sich aber darauf ein.

Überlege selbst, welche einschränkenden Ideen und Gedanken du mit deinem Körper verbindest. Wenn es viele sind, beginne mit einem oder zwei und entwickle für dich neue Gedanken (wie ein schlanker Mensch) für dein Unterbewusstsein, an die du testweise für einige Zeit (durchaus einige Wochen) glauben kannst. Diesen neuen Glauben gilt es oft zu wiederholen – zur Erinnerung kannst Du sie auch aufschreiben und sichtbar in deiner Wohnung verteilen. Der neue Glauben wird funktionieren, eben wie ein Gebet. Alle Religionen arbeiten übrigens nach diesem Prinzip und haben dabei durchaus einiges im Laufe der Zeit vollbracht, aber das nur am Rande.  Je fester du glaubst, desto mehr wird es wirken!

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