Das Buch

CIMG2800Als Coach und Trainerin arbeite ich viel mit Menschen, darunter auch Menschen, für die ihr Körper ein Thema ist. Diese sind nicht immer dick, Körperthemen haben Menschen aus allen möglichen Gewichtsklassen. Als Vorsitzende von Dicke e.V. und engagiert seit 25 Jahren in der Dickenbewegung, sowie natürlich selber mit einem dicken, wunderbaren Körper gesegnet, liegen mir dicke Menschen besonders am Herzen. Denn dicke Menschen finden selten unterstützende Beratung, die mit ihnen daran arbeitet, dass sie okay sind. Das sie, so wie sie sind, ein glückliches und gesundes Leben führen dürfen und können und dass ihr Körper in seiner jetzigen Fülle ihre eigene Heimat werden kann.

Dies zu glauben und zu fühlen, ist ein langer Weg. Zuviel bisheriges sogenanntes Faktenwissen, was in vielerlei Hinsicht einfach falsch ist, und zuviel gesellschaftlichen Vorstellungen und Bilder sprechen dagegen. Sie haben uns sozusagen gebrainwasht. Ein Ausstieg ist nicht leicht und meist ein langer Weg.

Nachdem ich viele, viele Gespräche geführt habe, meinen eigenen Weg gehe und gegangen bin und mit vielen Experten auf der ganzen Welt in Kontakt stehe, habe ich ein Buch dazu geschrieben.  „Wohl in meiner Haut“ enthält Vorstellungen von Studien und Fakten gehen, die zwar umfangreich aber dennoch unbekannt sind. Die zentrale Botschaft: Gesundheit ist keine Frage des Gewichts, Lebenserwartung macht sich nicht an einem möglichst geringen Gewicht fest, sondern nur an der Fitness von Menschen. Stress dagegen ist sehr krankheitsfördernd und verringert die Lebenserwartung. Stress haben dicke Menschen genug, zum Teil aufgrund ihrer individuellen Situation, aber gesellschaftlich gesehen auf jeden Fall durch Stigmatisierung im großen Stil. Ich behaupte, dass es keine andere gesellschaftliche (Rand-)Gruppe gibt, die so offen und dreist beschimpft und diskriminiert werden darf wie dicke Menschen. Natürlich wird eigentlich nur das „Fett“ beschimpft, aber es geht um Körperfett und damit werden konkret lebende Körper als „Epidemie“, „Geisel unserer Zeit“ u.v.m. beschimpft.  Also werden immer auch Menschen beschimpft, dicke Menschen. Allein über den gesellschaftlichen Umgang mit dicken Menschen könnte ich Serien von Büchern schreiben. Aber dieses Buch ist kein Buch, welches mit dem Festhalten von Missständen aufhört.

Im zweiten, ausführlicheren Teil geht es um individuelle Veränderungsmöglichkeiten. Ich meine damit nicht Gewicht abnehmen! Sondern Bilder und Gedanken in unserem Kopf zu verändern. Fakten zu hinterfragen und wieder Zugang zu unserer Heimat, unserem Körper zu bekommen. Viele beispielhafte Gespräche aus Workshops und Coachings machen dieses Hinterfragen deutlich. Wer jahrelang bestimmte Botschaften aufgenommen hat, braucht eine Zeit, diese wieder aufzulösen. Oder wenigstens eine andere Perspektive auf die Dinge zuzulassen.

Neben der Arbeit mit den eigenen Gedanken gibt es viele Erfahrungsberichte von dicken Menschen. Menschen, die wieder Spaß an der Bewegung gefunden haben. Menschen, die wissen, dass eine Partnerschaft und Sex mit einem dicken Menschen etwas wunderbares sein kann. Menschen, die beruflich erfolgreich sind, obwohl oder gerade weil sie dick sind.

 

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